Knoblauchverkostung am 2. September 2016  von „Knoblauchkult“

Auf die Idee Knoblauch anzubauen kam der Agraringenieur Gregor Schmitz als er erkannte, dass dies in Deutschland noch eine richtige Nische ist.  Er studierte in Witzenhausen Ökologische Landwirtschaft und baut nun in Kooperation mit dem Biolandhof Gut Fahrenbach acht Sorten des „Weißen Goldes“ auf einem Hektar an.

Allgemein hat Knoblauch keine besonders großen Ansprüche an den Boden, aber der Anbau bedeutet viel Handarbeit: die Zehen werden im Herbst einzeln per Hand in den Boden gesteckt, im Frühsommer einzeln die Blütenstände entfernt und die Knollen im Juli per Hand aus dem Boden gezogen. Bevor der Knoblauch verkauft werden kann, wird er zunächst getrocknet. Dazu wird entweder die ganze Pflanze in Bündeln aufgehängt oder nur die Knolle in Kisten gelagert. Manche Sorten entfalten erst ab Dezember ihr volles Aroma. Sicher lagerfähig sind die Knollen in der Regel bis Januar.

Da in Deutschland sehr wenig Knoblauch angebaut wird, werden jährlich 20.000 to. Frischware aus dem Ausland importiert, großteils aus China. Entsprechend fehlt in Deutschland auch das Know-how im Anbau und in der Lagerung, sodass Schmitz schon mal auf englische Literatur zurückgreifen und in manchen Bereichen Pionierarbeit leisten muss.

Neben zwei knoblauchhaltigen Mayonnaisen (Rezept inklusive), bot Gregor Schmitz drei verschiedene Knobi-Butter mit unterschiedlichen Knoblauchsorten an: Ljubascha, die mit den großen Zehen aus der Ukraine, Vekan, die mit den auffälligen lila Streifen und Echo, die einzige in Deutschland angemeldete Sorte. Drei Sorten, drei Verkoster, drei verschiedene Favoriten: unentschieden! – aber alle drei lecker. Besonders köstlich war auch das Knoblauchbutterbaguette, das im Waffeleisen knusprig getoastet wurde.

Einer Kundin rief allein schon der Geruch der Knoblauchbutter Kindheitserinnerungen wach, denn bei ihren Großeltern habe es im Haus immer so gut nach Knoblauch geduftet. Sie erinnerte sich an den leckeren Quark, den ihr Opa so oft mit Knoblauch zubereitete.

 

Schön, dass im Schachtelhalm nun auch der Knoblauch aus regionalem Anbau angeboten werden kann. Zurzeit wird im Laden von Schmitz‘ „Knoblauchkult“ die Sorte Vekan verkauft, demnächst soll Ljubascha dazukommen.

Knoblauch („Allium sativum“) gehört botanisch zu den Lauchgewächsen und ist eine sehr alte Kulturpflanze, die als Gewürz- und Heilpflanze genutzt wird. Der wichtigste Inhaltsstoff des Knoblauchs ist Allicin, das über eine hohe antibiotische Wirksamkeit verfügt. Der Knoblauchsaft kann lokal zur Wundversorgung eingesetzt werden; das wusste auch schon Louis Pasteur. Ferner enthält die Knolle viel Vitamin B und ist eine wichtige Selenquelle. Der Wunderknolle werden in der medizinischen Phytotherapie viele positive Wirkungen nachgesagt, wie z.B. eine verbesserte Fließeigenschaft des Blutes, was auch das Thromboserisiko mindert und koronaren Herzkrankheiten vorbeugen kann. Zudem fördert der Genuss von Knoblauch eine gesunde Darmflora und trägt somit zur Stärkung des Immunsystems bei.


Also: ran an die Knolle!

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